Guatemala


Guatemala ist einer meiner Lieblingsziele weltweit. Während man sich in Mexiko teilweise fast wie in Disney Land vorkommt, ist Guatemala viel ursprünglicher und, wie man schnell sieht, deutlich ärmer. Deshalb ist Guatemala für uns Traveller auch deutlich billiger als Mexiko. 

Guatemala ist nicht besonders groß, aber man kommt im LAnd langsam voran. Bedenkt dies, wenn Ihr Euren Trip plant. Viele Straßen sind ein Mischung aus Feldwegen und Schlammpisten, was sich allerdings langsam verbessert. Dies könnte daran liegen, dass der neue Präsident eine Betonfabrik besitzt. Tatsächlich sind in den letzten Jahren die Straßen wesentlich besser geworden. Reisen dauert jedoch immer noch sehr lange und es gibt Gegenden, in denen sich nichts verbessert hat. 

 

Guatemala ist ein vielseitiges und unglaublich schönes Land. Die Einheimischen sind hilfsbereit, gastfreundlich und nett. Man kann sich kaum vorstellen, dass hier für Jahrzehnte ein schrecklicher Bürgerkrieg stattfand. Die Gräueltaten, welche in dieser Zeit durch Staatsterrorismus und durch die Guerrillabewegung begangen wurden, sind unvorstellbar grauenhaft. Im Jahre 1992 wurde der Friedensnobelpreis an Rigoberta Menchú, einer Quiché-Maya Indianerin, verliehen. Sie informierte die Welt über die schweren Verbrechen, welche in ihrem Heimatland während des Bürgerkriegs begangen wurden. Ihre schockierende Biographie sollte jeder lesen, der nach Guatemala fährt oder sich für das Land interessiert.

Sehenswürdigkeiten in Guatemala

Sehenswert sind auf alle Fälle Flores und die Maya-Stätte Tikal im Norden, sowie Verapaces und der See Lago Atitlan im Süden von Guatemala.

Strassenszene in GuatemalaTikal ist sicherlich eines der beeindruckensten Maya-Anlagen in Mittelamerika. Man übernachtet zu deren Besichigung am besten in Flores, einem überraschend schöner Ort.

Semuc Champey: Tolle Landschaft mit mehreren Seen sowie Wasserfälle in einer riesigen Schlucht, in welche man von oben hineinschauen kann. Besonders macht Semuc Champey auch die vulkanische Umgebung.

Andere interessante Orte sind El Mirador, Quetzaltenango mit den benachbarten Vulkanen, Monterrico am Pazifik, Livingston an der karibischen Küste and Chichicastenango mit seinen traditionellen Märkten.

Der größte Teil von Guatemala ist hoch oben in den Bergen. Es wird hier vor allen nachts ziemlich kalt. Warme Kleidung solltet Ihr unbedingt mitnehmen.

Orientierung in Guatemala

Sicherlich ist es nicht offiziell korrekt, aber ich teile Guatemala in vier Regionen ein: 

An der Pazifikküste gibt es einige heiße Tiefebenen mit hoher Luftfeuchtigkeit. Als nächstet kommt man in den Vulkangürtel (in Guatemala gibt es 35 Vulkane!). Danach kommt die viel zarter aussehende Gegend Verapaces und schließlich die heiße, flache Region Petén im Norden. Alle vier Regionen sind sehr verschieden in Bezug auf Aussehen und Klima - sogar deren Bewohner sehen verschieden aus.

Alle größeren Städte sind im Hochland oder im Süden. Der Norden ist nur dünn besiedelt. Daraus folgend gibt es im Süden viel mehr Verkehr und Umweltverschmutzung, während der Norden ziemlich unberührt und rückständig aussieht.

Guatemala ist schön, aber man sieht eine Menge Verschmutzung und Müll. In manchen Gegenden gibt es quasi überhaupt kein Umweltbewusstsein. Manche Autos sehen aus wie Schrotthaufen. Wenn Ihr im Süden radfahren wollt, würde ich Euch einen Atemschutz empfehlen. Die Abgase aus den Busen, LKWs und alten Autos sind im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.

Die beste Reisezeit für Guatemala ist die Trockenzeit zwischen November und April.

Verkehrsmittel in Guatemala

"Hühnerbusse" sind die billigste und vielleicht auch die schnellste Möglichkeit in Guatemala voranzukommen. Man erkennt sie leicht: Hühnerbusse sind ehemalige US-Schulbusse und sind mehr oder weniger schrottreif. Viele der Busse sind bunt angemalt. Sie werden von Wahnsinnigen gefahren, die wohl entweder nach Durchschnittsgeschwindkeit bezahlt werden oder nach der Menge der Passagiere, die sich aus Angst während der Fahrt in die Hose machen.

Micros oder Collectivo: Das sind Minibusse, welche auf größeren Landstraßen in Guatemala verkehren und überall unterwegs Fahrgäste aufnehmen. Micros sind billig und relativ schnell, aber oft überfüllt. Collectivos sind eine gute Alternative zu den Hühnerbussen.

Normale Busse: Es gibt sie nicht in allen Regionen Guatemalas und sie sind oft schwer zu finden. Busse fahren in der Regel nicht vom Busbahnhof ab. Sie werden von verschiedenen Gesellschaften betrieben (abhängig von der Region) und haben meist ihre eigenen Abfahrtsplätze. Die Busse sind recht schnell, aber etwas teurer als die Hühnerbusse. Es gibt ultramoderne Busse, aber auch fahrende Müllhalden.

Travel Vans werden von Reisebüros organisiert und können nur dort gebucht werden. Diese sind deutlich teurer als die öffentlichen Verkehrsmittel in Guatemala. Dafür sehen sie aber meist deutlich sicherer aus.

Tuk Tuk - diese gibts in den größeren Städten in Guatemala. Wenn Ihr Euer Leben aufs Spiel setzen wollt um einen Euro zu sparen und keine Angst vor einer Verletzung oder einem schmerzvollem Tod habt, sollten Tuk Tuks Eurer erste Wahl sein. Es soll aber auch ab und zu einen Touristen geben, der eine Tuk-Tuk-Fahrt unverletzt überlebt.

Taxis gibt es in Guatemala nur in großen Städten. Meist sind die Taxifahrer gierige Halsabschneider, aber oft die einzige Möglichkeit, wenn man sich verirrt hat.

Mietwagen in Guatemala: überlegt es Euch besser zweimal: Man verfährt sich leicht und die Verkehrsregel scheinen "etwas" anders zu sein als im Rest der Welt. Man könnte es auch als "Krieg auf der Straße" bezeichnen.

Schiffe: Fragt immer nach einem "Publico". Man könnte es so sagen: Busfahrer scheinen alle Slebstmordabsichten zu haben - Bootseigner wollen hingegen meist die Fahrt überleben. Schiffe sind somit oft keine schlecher Alternative.


Flug: Die meisten Touristen kommen mit dem Flugzeug nach Guatemala. Der Flughafen in Guatemala Stadt, der Hauptstadt von Guatemala, ist neu und ok. Die Einreise ist meist unproblematisch. Man muß ein Formular ausfüllen. Lokale Flüge gibt es auch, meist in kleineren Maschinen. Diese sind teuer, aber natürlich vergleichsweise sehr schnell. Es gibt eine Flughafensteuer bei der Ausreise aus Guatemala. 2009 waren dies 3 US-Dollar oder 20 Q. Manchmal liest man in älteren Reiseführern, dass diese Steuer 30 Dollar sei. Dies ist nun nicht mehr so.

Geld in Guatemala

Die Währung in Guatemala ist der Quetzal. Ein Dollar ist ungefähr 7,50 GTQ (Anfang 2009). Es gibt in Guatemala Geldautomaten, aber die Sache ist leider nicht ganz einfach. Man kann oft nur maximal 1000 Quetzal (etwa 100 Euro) abheben und einige Karten werden nur von bestimmten Automaten akzeptiert. Das kann ziemlich nerven. Ich habe Guatemala eher verlassen, da ich kein Geld am Automaten bekam. Denkt daran.

Ich empfehle immer auch etwas Bargeld und Travellerschecks dabei zu haben.Bargeld am besten in Dollar. Die kann man überall schnell tauschen.

Kreditkarten in Guatemala: Visa werden oft angenommen, Master Card wesentlich seltener.

Gesundheit in Guatemala

Impfungen: Nehmt die üblichen Impfungen für Mittelamerika wie zum Beispiel Hepatitis A und B, Tollwut, Kinderlähmung und Tetanus. Lasst Euch darüber unbedingt vor der Reise beraten. Bei Impfungen würde ich eher auf Nummer sicher gehen.

Auch über eine Malariaprophylaxe und Malariamittel im Gepäck für den Notfall, sollten Ihr Euch beraten lassen. Natürlich sind Mückenabwehrmittel und ein Mosquitonetz weitere wichtige Schutzmassnahmen gegen die in Guatemala in vielen Landesteilen verbeitete Malaria. Auch das Dengue-Fieber an der Steckmücken-Krankheiten sind ein Problem in Zentralamerika.

Sicherheit in Guatemala

Das Land ist etwas sicherer geworden. Die politsche Situation ist seit 1996 stabil. In einem so armen Land kann natürlich einiges passieren. Ihr sollten Euch immer über die aktuelle und lokale Situation informieren. Man sieht viel Miltär. Mein Eindruck war, dass die alles gut unter Kontrolle haben. Aber verlasst Euch nicht drauf. Verzichtet besser auf Nachtbusse. Versteckt immer etwas Bargeld, damit Ihr nach einem Raub oder Diebstahl nicht ganz mittelos dasteht. In der Regel will man euer Geld, nicht um euer Leben.

siehe auch Artikel: Gefahren Guatemala

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